05.11.2019

Todesermittlungsverfahren betreffend einen Todesfall im polizeilichen Gewahrsam

Am Montagvormittag wurde die Polizeidienststelle Luckenwalde durch Zeugen informiert, dass sich im Eingangsbereich eines Einkaufsmarktes in Luckenwalde ein offensichtlich stark alkoholisierter und schlafender Mann befindet. Die Polizeibeamten stellten am Einsatzort einen 51-jährigen Mann aus Luckenwalde mit liberianischer Staatsbürgerschaft fest. Da nicht auszuschließen war, dass sich der Mann in hilfloser Lage und einer sich selbst gefährdenden Situation befand, wurde er zur Polizeiinspektion Luckenwalde gebracht und dort einem Arzt vorgestellt. Nachdem der Arzt die Gewahrsamstauglichkeit feststellte, wurde der Mann zum Ausnüchtern und zum Schutz der eigenen Person in eine Zelle der Polizeiinspektion gebracht. Er war allein in der Zelle und nicht gefesselt. Bei einer der regelmäßig durchgeführten Zellenkontrollen stellte der Beamte um 13.45 Uhr fest, dass der 51-Jährige nicht mehr bei Bewusstsein war. Trotz unverzüglich eingeleiteter Erste-Hilfe-Maßnahmen durch Polizisten und des sofort alarmierten Rettungsdienstes gelang es nicht mehr, den Mann zu reanimieren. Ein Notarzt stellte wenig später den Tod des Mannes fest. Zur Prüfung der Todesumstände wurden eine von der Staatsanwaltschaft Potsdam angeordnete und vor Ort geleitete Spurensicherung und Leichenschau durchgeführt. Die umgehend richterlich angeordnete Obduktion soll die genaue Todesursache klären. Die Ermittlungen dauern gegenwärtig an. Presseauskünfte erteilt die Staatsanwaltschaft Potsdam.

Datum
05.11.2019
Rubrik
Staatsanwaltschaft Potsdam
Verantwortlich
Lehmann
Downloads
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05.11.2019
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